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Krankheiten der Zierfische
Es gibt tatsächlich, im Gegensatz zum Menschen, keim- und parasitenfreie Fische. Durch Ent- keimung des Hälterungswassers und absolute sterile Haltung ohne Pflanzen oder biologisches
Filtermaterial ist es möglich solche Fische zu pflegen. Solange diese Tiere in sterilen, absolut naturfremden Aquarien gehalten werden, kann man sie als keimfrei bezeichnen. Setzt man solche
Tiere aber in ein “normales” Aquarium, fangen die Probleme an. Da die Tiere noch nie zuvor mit Bakterien in Kontakt kamen, reagieren sie selbst auf wertvolle Filterbakterien, die normalerweise
einem Fisch nicht gefährlich werden. Selten gelingt solchen Fischen der Aufbau ihres Immun- systems. Die Folge sind Verluste beim Händler oder beim Aquarianer.
Aus diesem Grund halten wir unsere Tiere nicht steril. Unsere Aquarien werden biologisch über Lavasteinchen ( ihre poröse Oberfläche ist idealer Ansiedlungsort für Nitrifikationsbakterien ),
Kunststoffschwämme und Watte gefiltert. In allen unseren Aquarien herrscht ein gewisser Keimdruck, wie überall in der Natur. Unsere Tiere haben ein trainiertes Immunsystem und haben
somit in der Regel auch bei Streßsituationen, wie beispielsweise dem Transport und dem Umsetzen in anderes Wasser, keine Probleme. Da es sich aber um Lebewesen handelt, kann man Probleme
nie einhundertprozentig ausschließen. Durch die Einhaltung der Quarantänezeit, die stufenweise Anpassung an unsere Wasserwerte und die langsame Umstellung auf handelsübliches Futter sind
Probleme, die unsere Kunden mit unseren Fischen haben, allerdings minimal.
Sehr wichtig ist, die Fische in einer guten Wasserqualität ohne große Temperaturschwankungen,
mit ausreichend Sauerstoff und wenig Nitrat zu pflegen. Fühlen sich die Fische in ihrer Umgebung wohl, hat man kaum Probleme mit Krankheiten. Beim Einsetzen von neu erworbenen Fischen
können aber Krankheiten ausbrechen. Durch das Herausfangen, den Transport und das Einsetzen in anderes Wasser sind die Tiere geschwächt und die Krankheitserreger können sich rasant
vermehren. Deshalb empfiehlt sich ein Quarantänebecken, in dem man den Neuerwerbungen die Chance gibt, sich an die veränderten Pflegebedingungen zu gewöhnen. Sollten durch das Umsetzen
tatsächlich Krankheitsprobleme auftauchen, ist nicht der Altbestand im Aquarium betroffen. Die neuen Fische können gezielt im Quarantänebecken behandelt werden.
In der Regel reicht ein 60 cm Komplettset als Quarantänebecken. Aber fragen Sie Ihren Zoo- fachhändler. Er berät Sie gerne und kann Ihnen schnell ein funktionierendes Quarantänesystem anbieten.
Im Großhandel wird schon immer mit Quarantänebecken gearbeitet. Neuzugänge werden in der Regel immer in ein vorbereitetes Aquarium ohne Fischbesatz gesetzt. Somit gefährdet man im
Krankheitsfall keine alt eingesessenen Tiere.
Die folgenden Seiten können und sollen kein Krankheitsbuch ersetzen. Vielmehr dienen Sie nur
zur Information. Da bei Fischen während der Quarantänezeit Krankheiten ausbrechen können, haben wir die Möglichkeit Bilder von erkrankten Fische zu zeigen und nennen Ihnen Medikamente
zur Bekämpfung der Erkrankung, die Sie bei Ihrem Zoohändler kaufen können.
Nur wenn Sie wissen, welche Krankheit Ihre Tiere haben, können Sie sie auch richtig behandeln.
Kontaktieren Sie im Krankheitsfall immer Ihren Fachhändler, bzw. Ihren Züchter, bei dem Sie die
Tiere gekauft haben. Nennen Sie ihm die Fische, die bei Ihnen betroffen sind, da verschiedene Arten auf manche Medikamente empfindlich reagieren. In unbepflanzten Aquarien empfiehlt sich
oftmals die Behandlung mit Salzzugabe zu unterstützen, da bei einigen Krankheiten nur die Schwärmer und nicht die Parasiten auf dem Fisch bekämpft werden können. Die Salzzugabe wirkt
streßmindernd und der Fisch erneuert seine Schleimhaut. Salz schädigt aber Wasserpflanzen !
Diese Seiten werden in unregelmäßigen Abständen ergänzt.
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