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Was ist KHV ( KHC )
Der Koi Herpes Virus (KHV) ist eine bisher unheilbare Krankheit, die ausschließlich
Karpfen (Cyprinus carpio) befällt. Wenn Ihr Teich mit diesem Virus in Berührung kommt, werden innerhalb von 8 - 14 Tagen alle Karpfen erkranken und mit hoher
Wahrscheinlichkeit zwischen 80 – 100 % der Karpfen sterben.
Infizierte Tiere können mit einer Temperaturerhöhung von über 30 ° C über einen
Zeitraum von über 30 Tagen so therapiert (immunisiert) werden, dass sie mit dem Virus leben können. Allerdings werden diese Tiere, nach dem neusten Stand der
Wissenschaft, zu möglichen Trägern (Carrier). Diese Carrier können dann jederzeit ansteckende Viren in Umlauf bringen, welche nicht immunisierte Tiere befallen und töten können.
Der Virus kann aus frischem, nicht eingefrorenen Material in Zellkultur nachgewiesen werden (Dauer 2 bis 3 Wochen.). Eine alternative Nachweismethode ist die
Polymerase-Kettenreaktion (PCR Test). Beide Methoden können den KHV nur bei klinisch kranken oder gestorbenen Fischen nachweisen. Carrier können zur Zeit nicht
vom PCR Test erkannt werden, an einer Methode zur Erkennung wird aber intensiv gearbeitet.
Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass, wenn Sie Carrier Fische in
Ihrem Teich haben, neu eingesetzte Fische mit dem Virus infiziert werden und dann auch sterben werden.
Achten Sie bitte darauf, dass Sie beim Kauf Ihrer Kois keine immunisierten Tiere
kaufen. Von diesen Tieren geht eine sehr große Gefahr für unsere Teichwirtschaft aus.
In den vergangenen Jahren hatten wir uns entschieden, Ihnen nicht immunisierte Fische anzubieten. Wir arbeiteten mit unseren Lieferanten sehr eng zusammen und hielten lange
Quarantänezeiten bei den für den Virus optimalen Temperaturen ein. Der Bestand wurde regelmäßig mittels PCR Test untersucht. So konnten wir ausschließen, dass unsere Tiere
bisher mit dem KHV Virus in Kontakt gekommen waren. Durch diese Maßnahmen gelang es uns über die letzten Jahre KHV - virenfrei zu sein.
Da mittlerweile nur der Verdacht auf KHV ausreicht, um den Betrieb nach Ermessen des
zuständigen Veterinärs geschlossen zu bekommen, halten wir an unserer Entscheidung von 2005 fest, keine Kaltwasserfische mehr in unserer Anlage zu pflegen.
Durch die Vorgehensweise der im ZZF organisierten Koi führenden Betriebe ( PCR -Tests, lückenlose, kontrollierbare Buchführung, ausreichend lange Quarantänezeit, Zusammen-
arbeit mit den zuständigen Behörden ) ist der alleinige Verdacht allerdings nicht ausreichend die Anlagen oder Teilanlagen dieser korrekt arbeitenden Kollegen zu schließen.
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